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Biography

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Péter Halász gilt als einer der vielseitigsten ungarischen Dirigenten unserer Zeit. Als Operndirigent und Konzertdirigent hat er in den vergangenen Jahren zahlreiche, von der ungarischen und internationalen Presse hochgelobte Premieren und Konzerte geleitet. Die Kritik begeistert sich regelmäßig für seine musikalische Verve am Pult und die so analytische wie präzise Einstudierung der Werke. Herzstücke im Repertoire von Péter Halász sind die Kompositionen der Wiener Klassik und der deutschen Romantik. Seine Schwerpunkte liegen auf dem Schaffen von Mozart, Wagner und Richard Strauss. Regelmäßig dirigiert er außerdem aus dem italienischen Repertoire, sowie gelegentlich Werke des Barocks auf Originalinstrumenten.

Als Generalmusikdirektor der Ungarischen Staatsoper in Budapest (2013 bis 2016) hat Péter Halász zahlreiche erfolgreiche Opernpremieren dirigiert. Dem Budapester Publikum stellte er sich in seiner neuen Position am Haus zum zweihundertsten Geburtstag von Guiseppe Verdi mit dessen komischer Oper Falstaff vor (2013). Ein Meilenstein im Operngeschehen des Landes wurde im gleichen Jahr die von Publikum und Presse enthusiastisch gefeierte ungarische Erstaufführung von Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten. Die musikalisch hoch anspruchsvolle Oper zählt seitdem zu den prominentesten Produktionen des Hauses. In Zusammenarbeit mit dem oscarprämierten Regisseur Jiri Menzel entstand in der Spielzeit 2013/14 Mozarts Cosí fan tutte. In den Hauptrollen, die talentiertesten jungen Sängerinnen und Sänger Ungarns. In der gleichen Saison fand die Premiere von Webers Der Freischützt statt. Im Jahr 2015 nahm er sich mit Das Rheingold dem ersten Teil der Neuproduktion von Richard Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen an. Es folgten unter seiner musikalischen Leitung Die Walküre (2016) und Siegfried (2017) mit den international anerkannten Wagnerinterpreten Linda Watson, Thomas Konieczny und Egils Silins in den Hauptrollen. Im Jahr 2016 leitete er die osteuropäische Erstaufführung von Thomas Adés’ The Tempest. Es war das erste Mal, dass ein Bühnenwerk des führenden zeitgenössischen Komponisten in Ungarn erklang.

Sein Debüt am Dirigentenpult der Ungarischen Staatsoper gab Péter Halász bereits im Jahr 2010 auf Einladung von Adam Fischer mit Rossinis Il barbiere di Siviglia. Bis heute leitet er in seiner Geburtsstadt regelmäßig die Repertoire-Vorstellungen des Hauses, darunter Rigoletto (mit Ambrogio Maestri in der Titelrolle), Nabucco und La Traviata von Verdi, Turandot, Madama Butterfly und La bohéme von Puccini, Don Giovanni und Le nozze di Figaro von Mozart, sowie Die Fledermaus von Johann Strauss.

Unter den zahlreichen Konzerten die Péter Halász während seiner Verpflichtung als Generalmusikdirektor an der Ungarischen Staatsoper geleitet hat sind Verdis Requiem (mit Anja Kampe und Ildikó Komlósi als Soloisten) und die 9. Sinfonie von Beethoven besonders hervorzuheben.

Ebenso zählt das Galakonzert zum ersten Auftritt Plácido Domingos an der Ungarischen Staatsoper (2016) zu den Höhepunkten jener Jahre. Péter Halász dirigiert regelmässig Galakonzerte mit Weltstars wie Angela Gheorghiu, Vesselina Kassarova, Piotr Beczala, und Feruccio Furlanetto.

Im Jahr 2017 wurde er für sein musikalisches Wirken mit dem Goldenen Verdienstkreuz der Republik Ungarn ausgezeichnet.

Péter Halász ist in Budapest geboren. Nach dem Klavier- und Kompositionsstudium in seiner Heimatstadt, ließ er sich an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien in der Klasse von Prof. Leopold Hager zum Dirigenten ausbilden. Seine musikalische Ästhetik ist in besonderer Weise von den Wiener Jahren inspiriert. In Luzern hat Péter Halász in den Meisterklassen von Bernard Haitink studiert. Beim Haydn Festival in Eisenstadt war er Assistent von Adam Fischer. Die Zusammenarbeit mit Fischer prägte seinen Stil und dauert bis zum heutigen Tag an.

Nach seinen Studien arbeitete Péter Halász als Korrepetitor des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich mit jungen Sängerinnen und Sängern zusammen (2002/2003). Von 2003 bis 2011 wer er Kapellmeister am Staatstheater Mainz, wo er über fünfzehn verschiedene Produktionen dirigierte.

Zur Spielzeit 2011/12 wechselte er als Stellvertretender Generalmusikdirektor zum Konzert- und Opernorchester am Theater Aachen. Während seiner beiden Spielzeiten in Aachen hat Péter Halász die Premieren von Salvatore Sciarrinos Superflumina, Rossinis La Cenerentola, Johann Strauss’ Die Fledermaus, Verdis Un ballo in maschera, sowie Poulencs La voix humaine an einem Abend mit Monteverdis Il combattimento di Tancredi e Clorinda dirigiert.

Mit den Premieren von Ariodante und Alcina brachte er in Aachen einen Händel-Zyklus auf Originalinstrumenten zur Aufführung. Daneben leitete er Vorstellungen von Bizets Carmen, Humperdincks Hänsel und Gretel, Verdis Simon Boccanegra. Die Aachener Aufführung von Wagners Tristan und Isolde war sein persönlicher künstlerischer Meilenstein, denn erstmals konnte er einer Wagneroper als musikalischer Leiter am Pult eigenen Klang und Gestalt geben.

Im Jahr 2015 wurde Péter Halász an die Staatsoper Hamburg eingeladen, wo er mit Puccinis Manon Lescaut debütierte. Als Gastdirigent wurde er an zahlreiche weitere deutsche Opernhäuser gerufen, darunter: Baadisches Staatstheater Karlsruhe (Das Rheingold, Wagner), Staatstheater Kassel und Saarländisches Staatstheater (La bohéme, Puccini), Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (Samson et Dalila, Saint Saens) und Staatstheater Braunschweig (Madama Butterfly, Puccini).

Von Zoltán Kocsis persönlich eingeladen, stand Péter Halász unter anderem mit Die Planeten von Holst am Pult der Ungarischen Nationalphilharmonie. Beim Staatsorchester Nürnberg dirigierte er Werke von Liszt und Bartók mit Tzimon Barto als Solist. Mit der Nordwestdeutschen Philharmonie führte er Rachmaninoffs 3. Klavierkonzert mit Lahav Shani als Solist auf. Er leitete darüber hinaus Konzerte u.a. mit den Budapester Philharmonikern, dem MAV Orchester Budapest, dem Staatsorchester Mainz, dem Sinfoniorchester Aachen, sowie dem Radiosinfonieorchester Wien.

In der laufenden Saison 2018/19 wird Péter Halász u.a. auf Tournee mit der Ungarischen Staatoper konzertante Aufführungen von Puccinis Tosca leiten, sowie beim des Gastspiel der Budapester Produktion von Strauss’ Die Frau ohne Schatten an der Deutsche Oper Berlin am Pult stehen.

Auf persönliche Einladung von Péter Eötvös und organisiert von der Eötvös Stiftung wird Péter Halász im April 2019 einen Dirigentenkurs leiten.

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